Radierung von Max Liebermann (1847-1935)

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Ich habe eine Radierung von Max Liebermann (1847-1935) (bei artnet) gekauft…

Die Radierung trägt den Titel “Am Strande” und zeigt eine Strandszene in Noordwijk dar. Dort verbrachte Liebermann häufig die Sommermonate. Bei der Grafik handelt es sich um eine Kaltnadelradierung. Sie erschien als Blatt 4 in der Mappe “Freunde Graphischer Kunst” aus dem Jahr 1915. Sie scheint weder signiert noch nummeriert zu sein. Im Netz finden sich verschiedene Fassungen, sowohl signierte als auch nicht signierte und stark verblichene. Daher ist es ohne Ausrahmen nicht möglich, festzustellen, ob es sich um ein Original handelt.

Das Lindenau-Museum Altenburg widmet der Grafik auch einen Beitrag in seinem Audio-Guide.

Max Liebermann war ein bedeutender Wegbereiter der deutschen Moderne und prägte als langjähriger Präsident der Berliner Secession den Übergang vom Realismus zum Impressionismus. Als jüdischer Künstler wurde er von den Nationalsozialisten mit einem Ausstellungsverbot belegt und in die soziale Isolation gedrängt, was ihn schließlich dazu zwang, sich resigniert aus der von ihm mitbegründeten Akademie der Künste zurückzuziehen.

Von ihm stammt der Satz: “Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.”

Update 26.4.2026

Die Grafik ist im Werkverzeichnis von Gustav Schiefler auf Seite 98 unter der Nummer 155 veröffentlicht: Schiefler, Gustav, und Max Liebermann. 1991. Max Liebermann : Sein Graphisches Werk = the Graphic Work : 1876-1923. 4., erweiterte Aufl. San Francisco: A. Wofsy. Ebenfalls im Internet Archiv erhältlich.